Psychoanalytische Therapien sind internationaler Standard in der Behandlung von psychischen Schwierigkeiten. Ergebnisse der modernen Hirnforschung bestätigen die Gültigkeit der über 100 Jahre alten Erkenntnisse Sigmund Freuds, welche seitdem kontinuierlich weiterentwickelt werden.  

 

Die psychoanalytische Herangehensweise beruht darauf, dass Sie eingeladen sind, frei über alle Gedanken, Bilder und Gefühle zu sprechen, die Ihnen in diesem Moment in den Sinn kommen. Hinter aktuellen Schwierigkeiten oder hinter sich wiederholenden Mustern können sich Ängste und Konflikte verbergen, die ihren Ursprung in früheren Erlebnissen bzw. Beziehungserfahrungen haben. Bedeutungen sind zunächst bewusst oft nicht zugänglich. Bei zunehmendem Vertrauen entsteht innerhalb der Therapiebeziehung ein gemeinsames emotionales Erforschen und Verstehen. Ein psychoanalytischer Raum und eine spezifische Art des Zuhörens und Antwortens tragen dazu bei. Schwierigkeiten werden direkt bearbeitbar, sodass sie sich weniger in Form von Leidenszuständen oder Symptomen zeigen müssen. 

 

Ein Wert dieser Methode liegt darin, sich den Raum zu geben, den Entwicklung und Veränderung brauchen - und sich gleichzeitig mit den Aspekten der Realität, die nicht veränderbar sind, auf versöhnliche Weise zu arrangieren. Im Unterschied zu anderen Methoden orientiert sich diese Herangehensweise weniger an einzelnen Symptomen, sondern mehr an der gesamten Persönlichkeit. Die innerpsychische Struktur lässt sich nachhaltig verändern; die Lebensqualität kann langfristig steigen*.

 

Psychoanalytische Therapien eignen sich für gesunde Personen mit Interesse an Selbsterfahrung, für Personen mit leichten oder mittelschweren psychischen Schwierigkeiten, sowie für Personen mit schweren psychischen Erkrankungen.

*vgl. Shedler Jonathan (2011): Die Wirksamkeit psychodynamischer Psychotherapie. Download siehe Menüpunkt >TEXTE.